David Weinberger

Geburtsdatum: 1888

Religionsbekenntnis: unbekannt

Beruf:
Jurist

Vereine als Funktionär:
SC Hakoah, Proponent/Vereinsgründer
Unterzeichner am Gründungsantrag
SC Hakoah, Vizepräsident /Präsident-Stellvertreter
1911, 1912, 1913

Biografie:

David Weinberger, * ca. 1888 unbekannt, † 6. Oktober 1916 Werchowyna (Österreich-Ungarn, heute Ukraine)
 
David Weinberger zählte mit seinen Brüdern Salomon und Otto zu den Gründern der [[Hakoah]] im Jahr 1909. Er war zu Beginn allem in der Fußballsektion tätig, die Aufnahme des Vereins in den Spielbetrieb der III. Klasse und der Übertritt der meisten Mitglieder des aufgelösten Akademischen Sportvereins zur Hakoah fanden unter seiner Ägide statt. Noch vor dem [[Ersten Weltkrieg]] wurde der junge Jurist zum Vizepräsidenten des Vereins gewählt. Im Krieg musste Weinberger – beruflich war er zu diesem Zeitpunkt Rechtsanwaltsanwärter – bald zum Fronteinsatz in das nordöstliche Kriegsgebiet einrücken.

Im Alter von 29 Jahren starb Weinberger als Kadettenaspirant des k.k. Infanterie-Regiments 82 in Werchowyna, in der Nähe von Czernowitz. Am 23. November 1917 wurde er am [[Wiener Zentralfriedhof]] wurde er in einem von der [[Israelitischen Kultusgemeinde]] zur Verfügung gestellten Heldengrab beigesetzt.
 
Quellen
Index der jüdischen Matriken Wien und Niederösterreich, online unter www.genteam.at
Allgemeine Sport-Zeitung, 21. 10. 1916, S. 831
Wiener Morgenzeitung, 13. 2. 1922, S. 4
Oesterreichische Volks-Zeitung, 19. 10. 1916, S. 6
 
Literatur
Ignaz Hermann Körner: Lexikon jüdischer Sportler in Wien 1900-1938. Herausgegeben von Marcus G. Patka. Wien: Mandelbaum Verlag 2008, S. 220–221
Arthur Baar: 50 Jahre Hakoah. Tel-Aviv: Verlagskomitee Hakoah, S. 272–273

Im Rahmen einer Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus ist dieser Text auch auf Wien Geschichte wiki erschienen.